Suevit - Gestein      - weltweit bekannt

 

Suevit -Gestein BeschaffenheitBegriff-SuevitSeilbahnTrasswerkKesseltalbahnMuseumImpressum

 

Willkommen im Kesseltal

Bodenschätze aus dem Oberen Kesseltal -  in Oberringingen reichlich vorhanden - 
der sehr harte "Schwabenstein"-Suevit-
mancherorts auch "Trass" genannt

In dem kleinen aufgelassenen Steinbruch bei Oberringingen sind die Absonderungen noch sehr schön zu sehen

 Suevitsteinbruch in Oberringingen

 Schatzsuche nach Steinen (BR)Video 6.12.2014    Bericht

 

Im Suevit-Steinbruch in Oberringingen waren 1911 mehrere Steinmetze am Werk um für die Fassade und Torbögen am Deutschen Museum in München den Stein abzubauen und in Form zu bringen.

Eine Zimmerei in Oberringingen lieferte die Hölzer, die zum Abbau gebraucht wurden und auch für den Transport, der mit vierspännigem Pferdegespann nach Möttingen zum Bahnhof und dann weiter mit der Bahn nach München transportiert wurde.

In der örtlichen Gaststätte in Oberringingen logierten die vielen Arbeiter.

Bissingen

Viel hat vor 100 Jahren nicht gefehlt, und durch das Kesseltal wäre eine Eisenbahnlinie gebaut worden. Vor allem, um das Trass-Gestein aus dem oberen Kesseltal gewinnbringender abzubauen, gab es mehrere Pläne. Das Konkurrenzdenken der umliegenden Städte, aber auch die zweifelhafte Rentabilität verhinderten jedoch letztendlich eine Realisierung. Die heißesten Diskussionen um das Projekt fanden in den Wochen zwischen Ostern und Pfingsten des Jahres 1906 statt.
Schon vor über 150 Jahren war erwogen worden, die erste Eisenbahn quer durch ganz Bayern, die sogenannte Ludwigs-Süd-Nord-Bahn, von Augsburg und Donauwörth aus durch das Kesseltal in Richtung Nördlingen zu bauen. Nachdem daraus nichts geworden war, tauchte vor etwa 100 Jahren die Idee auf, das Kesseltal durch eine Eisenbahnlinie zu erschließen, um die Trass-Steinbrüche besser nutzen zu können.

 



Planskizze

Eine Planskizze von vor über 100 Jahren, die eine mögliche Trasse für eine Eisenbahn von Donauwörth durch das Kesseltal bis nach Amerdingen skizzierte. Archivfoto: Herreiner 

 

Zunächst plante die Gemeinde Amerdingen in Zusammenarbeit mit der Stadt Nördlingen im Jahre 1904 den Bau einer Eisenbahn von Amerdingen nach Nördlingen. Dieser Plan, der noch durch eine Erweiterung von Amerdingen ins Donautal nach Höchstädt ergänzt wurde, hatte zunächst durchaus Aussicht auf Verwirklichung. Als jedoch die Stadt Donauwörth ab dem Jahre 1906 ebenfalls eine Kesseltalbahn - ab Donauwörth über Tapfheim und von Bissingen nach Amerdingen - bauen wollte, entwickelte sich rasch ein heftiger Streit, vor allem zwischen Nördlingen und Donauwörth, in dem wirtschaftliche Interessen die wichtigste Rolle spielten. Es folgten etliche Versammlungen in Amerdingen, Bissingen und Diemantstein, eine wahre „Propaganda-Schlacht“ in den Zeitungen und eine Vielzahl von Eingaben und Briefen an das Bayerische Verkehrsministerium.

Vermutlich privatrechtliche, aber auch technische Schwierigkeiten bei der Überwindung der Höhenunterschiede am Albanstieg im Südries verhinderten eine Umsetzung der Pläne. 1906 gab es aus Donauwörth Interesse an einer Bahnlinie von dort aus ins Kesseltal, doch auch daraus wurde doch nichts. (her)

www.donau-zeitung.de vom 06.12.2010

  

 

         © 2003-2015