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Freunde alter Fuhrwerke und Fahrzeuge Holzheim e.V.

Unser Verein wurde am 19. Oktober 2001 gegründet.


Er hat sich der Erhaltung, Pflege und dem Gebrauch alter Fuhrwerke und Fahrzeuge verschrieben.

 

 

Feldtag  in Holzheim

Feldtag  in Holzheim

2010

Premiere für Leo und Lotus auf dem Acker

Von Peter von Neubeck

Holzheim Keine Spur von Premieren-Lampenfieber: Leo und Lotus ziehen den Pflug beim gestrigen Feldtag in Holzheim, als seien sie nichts anderes gewohnt. Dabei ist es für die beiden vier und fünf Jahre alten Noriker-Tigerschecken das erste Mal, dass sie vor großem Publikum pflügen. Erst seit eineinhalb Jahren trainiert der Holzheimer Holzrücker (nomen est omen) Michael Burgkart (40) die österreichischen Kaltblütler. Denn seine schweren polnischen Warmblüter Max und Moritz kommen langsam ins Rentenalter (117 und 19 Jahre). Die vier wichtigsten Kommandos beherrschen die Noriker schon.

Alte Dreschmaschine von Ködel & Böhm

Doch das „Brrrr“ und „Hüüüa“ geht plötzlich in ohrenbetäubendem Lärm unter. Rudolf Mayr hat sein Allgaier „Diesel-Ross“ angeschmissen und die Schwungscheibe bringt die Dreschmaschine Jahrgang 1954 aus dem Hause Ködel & Böhm auf Touren. Martina Burgkart muss sich sputen, damit sie mit dem Einwerfen der Ähren nachkommt. Woher das Sprichwort kommt, wonach sich die Spreu vom Weizen trennt, sieht man auf der Seite der Maschine, wo den Zuschauer die Spreu von oben bis unten einhüllt.

Die Freunde alter Fuhrwerke und Fahrzeuge haben auch heuer wieder Riesenglück mit dem Wetter. Michael Burgkart weiß auch warum: „Wir gehen jedes Jahr am 3. Oktober wallfahrten, das hilft.“

Mit seinen belgischen Kaltblütern - eindrucksvolle Riesenrösser - ist der Gabelbacher Günther Drexler nach Holzheim gekommen. Er zeigt, wie man beim Arbeiten mit dem Bindemäher und beim Holzrücken die Pferde mit dem sogenannten „Stoßzügel“ führt. Dabei hat nur das linke Tier eine Leine, das rechte läuft so mit, weil ohnehin zu 99 Prozent alles über Stimmkommandos läuft.

Neben den Pferden ziehen auch die rund 150 verschiedenen Traktoren, Trecker, Schlepper und Bulldogs das fachkundige Publikum an. Circa 50 Motorräder und Pkw - alles Oldtimer, versteht sich - sind ausgestellt. Renate Wengenmayr aus Aislingen ist mit Tochter Sophie und deren Freundin Franzi von Aislingen nach Holzheim gekommen: mit dem alten Güldner von 1958, den die beiden Mädchen am Vortag fleißig geputzt und geschmückt haben. Als Lohn durften sie mit dem im Originalzustand erhaltenen Erbstück des Opas auf dem Bock mitfahren.

Mehr über die Noriker Leo und Lotus unter www.burgkarthof.de

www.donau-zeitung.de vom 23.08.2010

2009   Max und Moritz vor dem Pflug des deutschen Meisters

Von Peter von Neubeck

Holzheim Alfons Spatz (61) kann sich noch erinnern, dass in der elterlichen Landwirtschaft in Schwabmünchen eine Dreschmaschine der Marke Ködel & Böhm aus Lauingen im Einsatz war, als er noch ein kleiner Bub war. Heute ist der Holzheimer Gründungsmitglied der Freunde alter Fuhrwerke und Fahrzeuge und hat in einer Arbeit von mehreren hundert Stunden selbst einen Oldtimer hergerichtet, einen 3-Zylinder-Cormick des Baujahrs 1959. Die rund 60 Jahre alte Dreschmaschine, Eigentum des Vereins, zog am gestrigen Sonntag besonders die interessierten Besucher an.

Vorsitzendem Rudolf Mayer und seinen rund 80 Mitgliedern war wieder eine sehenswerte Ausstellung gelungen, bei der nicht nur Traktoren, Schlepper und Bulldogs verschiedenster Fabrikate und Baujahre zu bestaunen waren, sondern auch altes Erntegerät sowie Pkw- und Motorrad-Oldtimer.

Den kleinen Besuchern hatten es besonders die Pferde angetan. Paul und Nico, zwei belgische Kaltblüter aus Gabelbach zeigten Rückearbeiten mit riesigen Baumstämmen, die die fast eine Tonne schweren Arbeitspferde mühelos zogen.

Ein dreifacher bayerischer und amtierender deutscher Meister konnte mit Gerhard Eggenmüller aus Lutzingen bei der Arbeit auf dem Feld beobachtet werden. Seine beiden Pferde, Max und Moritz, mit Namen, zogen sauber Furche um Furche.

Chevrolet aus dem Jahr 1930

Bei den Oldtimern stachen u. a. ein Chevrolet aus dem Jahr 1930 von Lothar Bauer aus Schwenningen hervor, der im schönen Kontrast neben einem Ford Capri, Breitbau, mit 160 PS stand.

Vorführungen wie Bindenmäher im Einsatz von nur einem PS gezogen, Traktor-Pulling, Alphornbläser und Goislschnalzer sowie die bekannt leckere Küche der Oldtimerfreunde aus Holzheim sorgten dafür, dass bereits zur Mittagszeit rund 1500 Besucher das Gelände an der Raiffeisenstraße bevölkerten.

Donau Zeitung vom 24.08.2009   http://www.donau-zeitung.de

Feldtag 2009 - Bilder von Gerhard Selig

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Presse: Feldtag 2008 >>> Kreisanzeiger http://www.kreisanzeiger.de

2008   Donau-Zeitung: Nico und Paul sind geduldig und bärenstark

Von Peter von Neubeck
Feldtag 2008 in Holzheim /Foto: DZ
Holzheim Nico und Paul sind fünf und sechs Jahre alt, bärenstark, sehr geduldig und von ruhigem Gemüt und beherrschen sechs Kommandos. Nico und Paul sind belgische Kaltblütler und von Beruf Rückepferd. So nennt man die kräftigen Vierbeiner, die zur Waldarbeit herangezogen werden. Vorteil: Sie können auch in unwegsamem Gelände eingesetzt werden und sie verrichten ihre Arbeit sehr umwelt- und bodenschonend. Nico und Paul gehören Günther und Anton Drexel aus Zusmarshausen. Sie demonstrierten ihre Arbeitsweise beim Holzrücken und beim Verladen am gestrigen Sonntag während des Feldtages der „Freunde alter Fuhrwerke“ Holzheim.

Einblick in das Arbeiten früherer Tage

Vorsitzender Rudolf Mayer und seinem Team ist es gelungen, eine sehenswerte Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Dabei ging es weniger um die Ausstellung alter Fahrzeuge, sondern um die Darstellung, wie die bäuerliche Landwirtschaft früher funktionierte, als die Menschen mit Pferd und Wagen arbeiteten, weil es noch keine motorbetriebenen Landwirtschaftsmaschinen gab. Man stand bei Tageslicht auf und arbeitete bis Sonnenuntergang.

Einer, der sich noch daran erinnert, wie es früher war, ist Hermann Korber (63) aus Donaualtheim. Er wuchs auf dem Bauernhof auf und war lange Jahre auf verschiedenen Gütern Schlepperfahrer. Er sagt: „Ich kann noch an die Zeit zurückdenken, als für den Betrieb des Strohbinders noch drei Pferde notwendig waren. Da waren dann die Traktoren eine echte große Hilfe, bevor die richtigen Mähdrescher kamen.

Eine der ersten Dreschmaschinen ist die „Rhön 55“ von Ködel & Böhm aus Lauingen. Sie hat noch keinen eigenen Antrieb und muss via Schwungscheibe und Riemen angetrieben werden. Beim Feldtag in Holzheim besorgte dies ein alter, aber schön renovierter „Allgaier“. Hermann Korber erinnert sich, dass in seiner Jugend dafür der 28er Lanz mit Glühkopf verwendet wurde. Korber: „Das war mein Lieblingsschlepper. Der war stark und zuverlässig bei der Feldarbeit.“

Bereits am gestrigen Mittag waren viele Besucher auf dem Feld und im großen Zelt der Freunde alter Fuhrwerke. Sie ließen sich von Alphornbläsern musikalisch unterhalten und von der Küche verwöhnen.

Nicht nur viele alte Bulldogs und ehemaliges landwirtschaftliches Gerät wurden gezeigt. Vor allem Anklang fanden die vielen Vorführungen mit Pferden und Schleppern. So war auch Gerhard Eggenmüller aus Lutzingen mit seinen süddeutschen Kaltblütlern bei der Feldarbeit zu sehen. Eggenmüller, mehrfacher bayerischer und deutscher Meister und Vizemeister hat erst jüngst seinen Titel in Mildenberg verteidigt (ausführlicher Bericht folgt). Der Traktor des Bayerischen Bauernverbandes - ganz aus Stroh - war besonders bei den kleinen Besucherinnen und Besuchern als Spielplatz beliebt.

Eine Bildergalerie über den Feldtag finden Sie unter www.donau-zeitung.de

Donau-Zeitung vom 25.08.2008   http://www.donau-zeitung.de