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Fernmeldeturm Rauhe
Wanne
Nordwestlich,
auf der 614m über Meeresspiegel gelegenen Erhebung
„Rauhe Wanne“
bei unserem Nachbarort Bollstadt
steht der 1969 von der Deutschen Post erbaute
Fernmeldeturm „Richtfunkstelle
Unterringingen I“.



An seiner Stelle befand sich früher
ein hölzerner Aussichtsturm, der zur Landesvermessung diente.
Mit einer Höhe von 91m,
mit technischem Aufbau sogar 124m, ragt der Turm weithin
sichtbar ins Land und natürlich
auch zu uns herüber.
Dieser Turm wurde im Jahre 1972 zur
Übertragung der Olympischen Spiele in München eingesetzt.
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Fernsehturm auf der Rauhen Wanne |
Ursprünglich umgab das
Bauwerk ein dunkler Fichtenbestand, der aber am
1. März 1990 dem Orkan
"Wiebke" größtenteils zum Opfer fiel.
Am 29. April
1939 ereignete sich hier ein schweres Flugzeugunglück mit fünf
Toten
und zwei Schwerstverletzten.
Ein Kreuz am Eingang erinnert heute noch daran.
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Hier starben am 29.4.1939
Franz Pallmann mit seinen Kameraden
Benz, Dörzbacher, Mäurer
und Schäfer
den Fliegertod. Herr+gib Ihnen die
ewige Ruh
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Turmbau - heutige
Station
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...der hölzerne Aussichtsturm,
diente zur Landesvermessung bis zum Unglück 1939,
nach der Instandsetzung
erinnerte er bis 1972 als Fliegerdenkmal an das Unglück (auf
der Spitze ein Doppeldecker-Modell).
Eine dreimotorige
Junkers Maschine JU 52, solche sind übrigens heute noch in der Schweiz
im Einsatz, war am 29. April 1939 auf dem Flug von Ansbach nach Gablingen.
Bei dichtem Nebel am Vormittag streifte die Maschine wegen eines Defektes
am Höhenmesser die Baumwipfel und raste mitten durch den hölzernen
Aussichtsturm, der zur Landesvermessung diente. Das Flugzeug ging in Flammen
auf und der Turm brannte an ohne aber einzustürzen. Zwei Offiziere
und drei Unteroffiziere fanden dabei den Tod, der Funker und der Pilot
überlebten schwerverletzt. Die Wrackteile lagen weit verstreut in
den Wäldern um Bollstadt und Hohenaltheim. Der Arzt aus Amerdingen
und die Freiwillige Feuerwehr Bollstadt waren als erste am Einsatzort.
Es führte kein Weg zum Unglücksort und deshalb wurden die Verletzten
nach Bollstadt in die Poststelle getragen und von dort in das Krankenhaus
weitertransportiert. Die FFW Bollstadt stellte auch für zwei Tage
die Wachmannschaft.
Die nächsten Tage landete
dann auf einer Wiese nahe der Unglücksstelle ebenfalls eine JU 52
mit weiteren
Offizieren. Beim Anrollen sank
die Maschine immer weiter in dem weichen Boden ein.
Für die Menschen aus den
umliegenden Gemeinden war das natürlich sehenswert. Mit einem Wagenseil
und Ketten versuchten so ca. 200 Leute das versunkene Flugzeug herauszuziehen,
das Seil brach
und die ganze Horte fiel zu Boden.
Nachdem mehrmals geknüpft und angestückelt war schafften es die
Leute doch noch das Flugzeug herauszuziehen und es konnte dann auch
wieder starten.
Die zwei Verletzten aus dem Raum
Augsburg kamen dann nochmals nach fünf Wochen mit noch
verbundenen Wunden zur Unfallstelle
zurück um sich ein Bild von dem Schreckensort zu machen
und kehrten dabei auch
in der Gastwirtschaft Schildenberger in Bollstadt ein. (E.B., Augenzeuge u.
J.Sch.)


(3 Fotos wurden
freundlicherweise
von G.Besel zur Verfügung gestellt )
Volks-
und landeskundliche Beschreibungen aus dem Landkreis Dillingen
Die Physikatsberichte
der Landgerichte
Bissingen,
Lauingen, Dillingen und Wertingen
(1858-1861)
Georg Simnacher
zum 70. Geburtstag
Bearbeitet
von Gerhard Willi
Wißner
- Verlag Augsburg
(Ausschnitt)
...Höhe
über der Meeresfläche
Das Kesselthal
liegt auf dem Gebirgszuge, der von der rauhen Alb in Würtenberg, links
der Donau zuerst nordöstlich und hier fast rein östlich in Bayern
eintritt, sich eines Theils in östlicher Richtung fortziehend mit
den Ausläufern des bayerischen Waldes vereinigt, anderntheils jenseits
der Wörnitz auch nördlich sich erstreckend mit der fränkischen
Höhe und durch diese mit den Ausläufern des Fichtelgebirges in
Verbindung steht. Dieser Gebirgszug bildet zwischen der Riesebene um Nördlingen,
und zwischen den durch den Donaustrom von dem in Frage stehenden Bezirke
getrennten Donauthale ein Plateau in fast gleichförmiger Höhe
beiläufig 2.000 bay.Fuß (582m) über dem mittelländischen
Meere. Im Westen wo der Gebirgszug ins Königreich Bayern übertritt,
dehnt sich eine merkliche Hochebene aus, welche wenig Höhenwechsel
bietet. Diese Ebene gehört noch dem Königreiche Würtenberg
an und heißt "Härtsfeld", hartes Feld, nach der Mundart des
Volkes, welches hart=härt ausspricht. Hat der Gebirgszug Bayern betreten,
senkt sich der Boden in Mitte des Plateaus von Westen, Norden und Süden
her kesselartig ein und bildet etwas weiter ostwärts ein an einigen
Stellen tief einschneidendes Thal, das fast gar keine Nebenthäler
und nur wenige unbedeutende Zuflüsse hat. Der höchste Höhenpunkt
des Bezirkes, eigentlich schon ausser demselben liegend, aber für
die Höhenbestimmung der anderen Orte allein ein Anhaltspunkt gebend,
weil auf ihm das nächste trigonometrische Signal ruht, ist die rauhe
Wanne (614m), welche nach Messungen des königlich-bayerischen Generalstabes
2.083 bay. Fuß (ca.607m) mißt.


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