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Musikverein Kesseltal Bissingen e.V |
Bilder
vom Jahreskonzert 2003
Fotos:
C.Linder
15.11.2003 19:30 Uhr
in der Friedrich-Hartmann-SporthaIIe in
Bissingen
Dirigentinnen: Anette Paulus und
Sieglinde Biber (jetzt verh. Sieglinde LInder)























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>>> über unsere Dirigentin Sieglinde Linder, geb. Biber <<< Sie liebt die Blasmusik
Von unserem Redaktionsmitglied Margot Sylvia Ruf Bissingen Sie sprüht vor Heiterkeit, hat ein großes Herz für die Musik und speziell das Dirigieren. Sieglinde Linder (34) aus Leiheim gestaltet mit ihrer Kapelle "Musikverein Kesseltal Bissingen" das dörfliche Leben in Bissingen selbst und in den vielen Ortsteilen, die dazu gehören, lebendig mit. Die Bankkauffrau widmet den Löwenanteil ihrer Freizeit der Musik bei dem Kesseltaler Verein. Linder gehört zu der Hand voll Frauen, die in Kapellen im Landkreis, von denen es rund 30 gibt, die Stabführung übernommen haben. Überhaupt stellten weibliche Wesen mittlerweile in den Klangkörpern schon mehr als die Hälfte der aktiven Musiker, freut sich die gebürtige Steinheimerin, die nun seit etwa vier Jahren im Kesseltal beheimatet ist. Zünftig im Dirndl Ihr Mann habe viel Verständnis für ihr großes Hobby, erzählt die Dirigentin des Musikvereins Kesseltal. Erst kürzlich trat sie mit ihrer Kapelle bei der feierlichen Sportlerehrung in Bissingen auf. Sie ist dann zünftig im Dirndl zu sehen, so, wie sie halt dann zu ihren Musikern und Musikerinnen passt. Aber auch Gottesdienste gestaltet sie mit dem Klangkörper in Bissingen und den Ortsteilen musikalisch aus. Man spielt bei Festen genauso wie bei Jubiläen, verweist Linder. Am kommenden Sonntag mache die Jugendkapelle unter der Leitung von Annette Paulus gar beim Faschingsumzug in Höchstädt mit. "Bei den Bissinger Kapellen herrscht Frauenpower", lacht die Dirigentin, die die staatliche Anerkennung in der Laienmusik erworben hat. "Ich besitze dafür eine Urkunde des Kultusministeriums", sagt die 34-jährige Frau nicht ohne Stolz. Die Musik ist für sie nach der Arbeit als Angestellte in Diensten der Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen ein wunderbarer Ausgleich. Mittlerweile beherrscht Linder eine Vielzahl von Musikinstrumenten. Sie liebäugelt jetzt nach Tenor- und Flügelhorn, Posaune und Schlagzeug, Waldhorn, Keyboard und Klavier sowie Blockflöte auch noch mit dem Saxophon. Auch ein eher seltenes Instrument wird von ihr favorisiert: das Alphorn. Sie spielt es noch zusammen mit weiteren drei Frauen und Mädchen in Steinheim. In Finningen musiziert Linder gelegentlich mit den Dorfmusikanten. Außerdem gibt sie in Bissingen jungen Menschen Musikunterricht. Eine geballte Fülle von Aufgaben, die sich die Leiheimerin da gestellt hat. Aber alles, was eben mit Musik verbunden ist, macht ihr unglaublich Freude. Als Kind begonnen Begonnen hat die junge Frau als Kind mit mit der Blockflöte. Auch der Vater beherrscht dieses Instrument. Die Oma sang im Kirchenchor. "Aber eine ausgesprochen musikalische Familie sind wir nicht", sagt Sieglinde Linder. Auf dem Bona-Gymnasium in Dillingen erlernte die heutige Kesseltaler Dirigentin noch das Klavierspielen. In ihrer Heimatgemeinde Steinheim war sie bei der 1985 neu gegründeten Musikkapelle gleich dabei. Nach den ersten Grundlehrgängen für Bläser entdeckte sie plötzlich ihre Begeisterung am Dirigieren. Damit begann ihr musikalischer Werdegang, der sie auch als Dirigentin der Musikkapelle nach Binswangen führte. Danach wollte sie eigentlich etwas leiser treten mit dem Engagement im Musikleben. Doch nach ihrem Umzug vor vier Jahren ins Kesseltal kam Annette Paulus von der Jugendkapelle Bissingen auf sie zu. "Dann sagte ich doch ja zur Übernahme des Dirigentenjobs", sagt Sieglinde Linder. Wie schätzt die junge Frau nun den Stellenwert der Blasmusik ein? Sie plädiert dafür, bei aller heute vielfach angestrebten Modernität in diesem Bereich deren traditionelle Wurzeln nicht zu vergessen. "Auch an einer Polka kann man noch wunderbar feilen", meint Linder. Mit ihren Musikern hat sie erst kürzlich mit viel Engagement und Begeisterung die Feuerwerksmusik von G.F. Händel einstudiert und auch schon öffentlich präsentiert. "Natürlich fehlen uns da einige Besetzungen wie etwa die Pauke", sagt sie. "Wir spielen das halt in reduzierter Form."
Schwungvolle Rhythmen in der Friedrich-Hartmann-Sporthalle Bissingen (bart). „Wir gratulieren Euch zu dieser schönen Halle, die eurem ersten großen Konzert einen würdigen Rahmen gibt“, betonte der Vorsitzende des Bezirks 17 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund, Roland Grandel, im Grußwort. Dass die neue Bissinger Friedrich-Hartmann-Sporthalle auch für ein Blasmusikkonzert vorzüglich geeignet ist, bewiesen die über 50 Aktiven der drei Orchester des Musikvereins Kesseltal Bissingen. Nach einer Eröffnung mit „Pomp and Circumstance“ und „Rocky Top“ lockte das Trommlerkorps des Musikvereins zur „Woodpeckers Parade“, dem letzten Stück des Vororchesters. Als 1. Vorsitzender des Vereins begrüßte Heiko Bartschat viele Freunde der Blasmusik und freute sich besonders darüber, dass sich bei den gebotenen Alternativen wie dem Fußball-Länderspiel so viele für den Besuch des Konzerts entschieden haben. Namensgeber dabei Neben Bissingens 3. Bürgermeister Anton Schmid, Landrat Dr. Anton Dietrich und seiner Stellvertreterin Angela Rieder als Vertreter der Politik konnte Bartschat auch den ASM-Bezirksvorsitzenden Roland Grandel und dessen Stellvertreter Peter Jaroschek in Bissingen begrüßen. Zu den Ehrengästen des Abends zählte Rektor a.D. Friedrich Hartmann, dessen Namen die Halle trägt sowie der derzeitige Rektor und Hausherr Georg Brenner. Im Zusammenhang mit dem 25. Jubiläum der Kesseltaler Jugendblaskapelle war auch deren damaliger Ausbilder und Dirigent Michael Rieß jun. der Einladung nach Bissingen gefolgt. Gemeinsam mit seinem in der Zwischenzeit verstorbenen Vater hatte er 1978/79 die Aufgabe übernommen, 60 Kindern und Jugendlichen das Spielen eines Blasinstrumentes beizubringen. Die Initiative zur Gründung einer Jugendblaskapelle ergriff damals Bissingens Altbürgermeister Anton Schmid. Er konnte als Gründungsvorstand den damaligen Rektor der Bissinger Volksschule Josef Brenner gewinnen, der als Ehrenmitglied des Musikvereins auch unter den Gästen war. Im Anschluss erfüllten die Klänge der Kesseltaler Jugendblaskapelle die wunderschön herbstlich dekorierte Halle. Mit „The Little Musician“ und der „Yellowstone Ouverture“ konnten die Musikerinnen und Musiker schon Wertungsrichter überzeugen. Das gelang ihnen auch mit dem Bissinger Publikum. Bei „Cornfield Rock“ und dem „Spider Rag“ mit Jessica Elsinger als Solistin am Saxophon begann die Luft zu beben. Auch Dieter Bohlen war vertreten. Sein „We have a dream“ interpretierten an diesem Abend die Superstars der Kesseltaler Jugendblaskapelle unter ihrer Dirigentin Anette Paulus. „Ja das ist Musik“ lautete nicht nur der Titel des Eröffnungsmarsches nach der Pause. So könnte auch der ganze Abend überschrieben werden. Andrea Martin führte die Zuhörer mit ihrer amüsanten Moderation durch das Programm. Die Original Kesseltaler Blasmusik unter der Leitung von Sieglinde Biber spannte den Bogen der blasmusikalischen Möglichkeiten mit jazzigen Solo-Arrangements wie dem „Wildcat Blues“ für Klarinette oder „Matrimony“, bei dem die Posaunisten Silke Seiler, Anette Paulus und Roman Götz glänzten. Aber auch „The Second Waltz“ im Stile von André Riéu und „Castaldo Nova“ mit überraschenden Taktwechseln standen auf dem Programm. Dass die böhmisch-mährische Blasmusik das Metier der Original Kesseltaler Blasmusik ist, zeigte sich beim „Portrait Ernst Mosch“, in dem die bekanntesten Polkas des beliebten Kapellmeisters zusammengefasst sind. Zum Abschluss intonierten Jugendblaskapelle und Original Kesseltaler Blasmusik mit „Square Dance“ gemeinsam ein Stück, das mit einprägsamem Rhythmus in die Beine der Zuhörer ging. Standing Ovations waren der Verdienst für die unterhaltsamen Darbietungen der Orchester und veranlassten die glücklichen Musiker zu Zugaben, bei denen auch die Jüngsten aus dem Trommlerkorps noch einmal zum Einsatz kamen. Beim Mussinan Marsch wurden diese allerdings von einem Tempowechsel überrascht, setzten sich aber zum Vergnügen der Zuhörer beharrlich gegen die Bläser durch. Ein imposantes Schlussbild mit über 50 Musikern auf der Bühne zeugte auch von der aktiven Jugendarbeit des Vereins.
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