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Stauferstele pdf Rieser Nachrichten
Führungen auf Ruine Niederhaus bei Hürnheim Stauferstele Rieser Nachrichten
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Jörg-Reiner Mayer-Karstadt kann seinen Stammbaum väterlicherseits bis in das Jahr 1238 zurückverfolgen - und landet dabei auf einer Burg im Hersbrucker Land. Da ist es kein Wunder, wenn er selber sich auch mit der Geschichte historischer Gebäude befasst; dem Kartäusertal im Nachbarlandkreis Donau-Ries gilt seit Jahren sein besonderes Interesse, und hier vor allem der Ruine Niederhaus, die er in einem Modell der Nachwelt erhalten hat. Dass die Verbindung zwischen der Burg im Mittelfränkischen und den Vorfahren von Jörg-Reiner Mayer-Karstadt etwas zu tun haben könnte mit seiner Leidenschaft für das Kartäusertal und seine Burgen ist nur eine - wenn auch sehr reizvolle - Vermutung. Tatsache hingegen ist, dass er seine Schwäche für die Vergangenheit entdeckt hat, als er mit seinen Vater Jürgen, dem späteren Dillinger Kreisheimatpfleger, dem Lauinger Heimatforscher Hermann Josef Seitz bei dessen Ausgrabungen in Wittislingen assistierte. Gebürtiger Haunsheimer Geboren ist Jörg-Reiner Mayer-Karstadt in Haunsheim. Als er heiratete, zog er in das Kesseltal - seit 1974 lebt er in Unterringingen. Früh begann er sich für das Kartäusertal und seine Geschichte zu interessieren. Vor einem Jahrzehnt hat er seine Forschungen intensiviert. Und seit der ehemalige Stabsfeldwebel im Sanitätsdienst in den Ruhestand wechselte, hat er dafür besonders viel Zeit. Die braucht er auch, denn von seiner anheimelnden Studierstube aus ließ und lässt sich das alles nicht bewältigen; immer wieder besuchte und besucht er staatliche und private Archive im Freistaat, wo er das finden kann, was ihm bei seinen Forschungen weiterhilft. Er will, und das klingt im Gespräch immer wieder durch, seine eigenen Untersuchungen machen und sich nicht nur auf das verlassen, was andere vor ihm schon herausgefunden haben. Die auf einem Bergrücken gelegene Burgruine Niederhaus hat es dem Heimatforscher besonders angetan. Wer im Kartäusertal, der Heimat der Edelfreien von Hürnheim, herumkommt, kennt auch die Ruine Hochhaus. Doch von ihr spricht Mayer-Karstadt nur mit Einschränkungen. Die einst trutzige Burg ist seiner Meinung nach mittlerweile so baufällig, dass man von einem Besuch nur abraten könne. Es gab im Kartäusertal auch noch eine dritte Burg: Rauhhaus. Man muss sich aber schon sehr auskennen, um ihren Platz zu finden, denn diese Burg war schon ab der Mitte des 13. Jahrhunderts nicht mehr bewohnt. Niederhaus dagegen ist noch relativ gut erhalten - der bayerische Staat als Eigentümer lässt das Gemäuer nicht verfallen -, wenngleich auch die heute zu begehende Anlage nur noch einen geringen Teil der einstigen Burg darstellt. Wer mehr wissen und sehen will, dem kann der Unterringinger Burgenforscher schon etwas bieten: er hat anhand alter Pläne ein Modell im Maßstab 1:200 angefertigt, das auf sehr beeindruckende Weise zeigt, wie man sich Niederhaus als Sitz der Herren von Hürnheim vorstellen muss. 190 Stunden hat Jörg-Reiner Mayer-Karstadt daran gebaut; man glaubt es ihm gerne, wenn er von einer "Heidenarbeit" spricht. Am Schluss hat er die durch Plexiglas geschützte Burg auf einen gummibereiften Wagen gestellt, damit er sie mitnehmen kann, wenn er durch die Ruine führt. Auf diese Weise kann er Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes anschaulich machen. Und nicht nur das: Mayer-Karstadt kleidet sich für seine Führungen stets auch so, wie ein Ritter um das Jahr 1200 des Weges kam. Den Helm - er ist sogar für Turniere zugelassen - erwarb er auf einem Mittelalter-Markt, das Kettenhemd kaufte er ebenfalls. Ein zweites Hemd "bastelt" er sich selber: er benötigt dazu nicht weniger als 43000 Ringe. Er braucht Hilfe, wenn er sich als Rittersmann in Schale wirft, und wenn er nach eineinhalbstündiger Führung das Gewand ablegt, dürfen ihm Kinder helfen, die dann gleich erleben, wie beschwerlich doch das Leben für den Ritter einst war. Seine Führungen machen ihm selber auch Spaß, vor allem, weil er Heimatgeschichte vermitteln und dabei das weitergeben kann, was er selber in vielen Jahren herausgefunden hat. "Ich will nicht einfach nur nacherzählen, was einmal behauptet wurde", sagt er mit Nachdruck. Und er setzt hinzu: "Wenn die Besucher wieder gehen, haben sie die Burg gesehen, und das, obwohl nur noch Ruinen vorhanden sind." Buch in Arbeit Was Jörg-Reiner Mayer-Karstadt in all den Jahren herausgefunden hat, das wird
er zu einem handlichen Büchlein verarbeitet. Es ist nicht nur den Burgen im
Kartäusertal gewidmet, sondern enthält auch die Geschichte von Burg Katzenstein,
einst ebenfalls Sitz der Herren von Hürnheim. Der Heimatkundler hat sich viel mit dem Mittelalter beschäftigt. Da drängt sich die Frage auf, ob er gerne in dieser Zeit gelebt hätte. "Es war sicher nicht einfach", sagt Mayer-Karstadt nach einigem Überlegen. Dennoch: er könnte sich ein Leben im Mittelalter durchaus vorstellen. Möglicherweise hätte es ihm damals besser gefallen als heute, im 21. Jahrhundert. Wissenswertes Führungen: Gruppen (bis zu 35 Personen), die Interesse an einer Führung durch
die Burgruine Niederhaus haben, können sich bei Jörg-Reiner Mayer-Karstadt
melden. Anfahrt: Von Demmingen/Eglingen nach Christgarten, von hier in Richtung Karlshof bis zum Sägewerk Ladenburger und dann links hinauf auf die Anhöhe. Aus Richtung Höchstädt folgt man hinter Diemantstein dem Wegweiser nach Hürnheim.
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http.//www.donau-zeitung.de
Donau-Zeitung vom 26.08.2006
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Geführter Rundgang
durch die Ruine der ehemaligen Herrn von Hürnheim und ihrer Nachfolger, Led round through the ruin of the former gentlemen of Huernheim and their successors, with the "Schwaben - Joerg"! (German-speaking |
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Anfahrt: Nördlingen auf B 466 Ri. Ulm verlassen. Ca. 6 km
danach, links ab nach Ederheim. Etwa 400 m nach Ederheim links weg nach
Hürnheim. Am Ortsende rechts ab Richtung Holzwerke Ladenburger. Auf dem
Höhenrücken rechts ist der Parkplatz, links sieht man die Ruinen, die vom
Parkplatz aus zu Fuß in 5 Minuten erreicht werden. Dort erwartet Sie der "Schwaben - Jörg". |
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Dauer: ca. 1 3/4
Stunden Gruppen: bis max. 35 Personen Gruppenpreis: 50,00 € |
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Wir wünschen einen interessanten
Aufenthalt auf der Ruine Niederhaus, im Karthäusertal im Ries. |
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Jörg-Reiner Mayer-Karstadt
Bildergalerie in der DonauZeitung DZ-Karawane durchs KartäusertalVon Berthold Veh Am Ziel: Die Wanderung mit der Donau-Zeitung führte gestern zur Burgruine Niederhaus. Etwa 200 Leserinnen und Leser waren mit Begeisterung dabei. Fotos: Veh Christgarten Schon als Kind hat Charly Beck die Reize des Kartäusertals kennengelernt. Deshalb will der Lauinger unbedingt bei der „Ruinentour“ mit der Donau-Zeitung dabei sein - ein Gedanke, den offensichtlich mehrere Leserinnen und Leser haben. Beim Finale unserer Sommeraktion gibt es am gestrigen Sonntag in Christgarten (Kreis Donau-Ries) einen regelrechten Ansturm. Etwa 200 Wanderer begeben sich bei herrlichem Spätsommerwetter auf die Tour zu den Burgruinen Hochhaus und Niederhaus. „Das ist ja eine richtige Karawane, die sich hier durchs Kartäusertal bewegt“, sagt der Weisinger Max Danner verblüfft. Mit Charme und Detailkenntnis entführt der Unterringinger Jörg-Reiner Mayer-Karstadt die Wanderfreunde in längst vergangene Zeiten. Bei der Kirche in Christgarten handelt es sich um die Überreste des einstigen Kartäuserklosters aus dem 14. Jahrhundert. Die Mönche lebten allein in ihrer Kartause. „In diesem weltabgewandten Schweigeorden wurde nur gesprochen, wenn es zwingend notwendig war“, sagt Mayer-Karstadt. Erwin Baur aus Hürnheim, der Mann der Mesnerin, hat die ansonsten verschlossene Kirche exklusiv für die Leserinnen und Leser unserer Zeitung aufgesperrt. Am idyllischen Forellenbach entlang geht es über die Hoppelmühle zur Burgruine Hochhaus. „Es ist sehr schön, aber etwas steil“, kommentiert die Deisenhofenerin Hedwig Hurler den Anstieg, der die meisten arg ins Schwitzen bringt. Aber das Motto der Sommeraktion heißt ja auch „Aktiv mit der DZ“. Die Anfänge von Hochhaus liegen um das Jahr 1200, 1729 wurde dort ein neues Schloss erbaut, das 1749 abbrannte. Bis 1810 dienten Teile des Gebäudes noch als Forstamt. Seit dieser Zeit verfällt Hochhaus, das wie Niederhaus und Rauhaus von den Herren von Hürnheim erbaut wurde. Mayer-Karstadt warnt davor, die Ruine zu betreten: „Es besteht Einsturzgefahr.“ Das Ziel der Wanderung ist Niederhaus. Der 79-jährige Wilhelm Rathgeb zählt zu denen, die den steilen Anstieg zur Ruine erklimmen. „Es ist anstrengend, aber sehr schön.“ Etwa vier Stunden dauert die Tour. Gerdi Friegel, Rudolf Reitmeier und Irgmard Semet sind ebenfalls begeistert: „Die Donau-Zeitung könnte so etwas noch öfters anbieten“, meint die Fristingerin Semet. Auch die Steinheimerin Marianne Sturm staunt über die Burgruine. Sie findet es gut, „dass die DZ so ein schönes Ferienprogramm für Erwachsene macht“.
www.donau-zeitung.de vom 13.09.2010
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