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Nordschwaben in alten Ansichten

 

 

Buchvorstellung

Verlag Dr. Rudolf Wittmann Augsburg 2006

ISBN 3-9806201-1-5
 

Signatur

 

Dieter Wieland

Alte Ansichten  und neue Einsichten - Bildband gibt Einblicke in die regionale Baugeschichte

Dieter Wieland erhält das erste Exemplar

Das erste Exemplar des Fotobandes "Nordschwaben in alten Ansichten" übergaben der Autor Erich Hofgärtner (rechts) und der Verleger Dr. Rudolf Wittmann (links) an den bekannten Filmemacher und Historiker Dieter Wieland (Mitte), der sich in seinem Einführungsvortrag kritisch mit dem modernen Architekturverständnis auseinandergesetzt hatte. 
Bild: G.Neumeyer 

 

Hans Lippert

Die Fotografien des Leiters des Landbauamtes Donauwörth, Hans Lippert, in der neuen Sonderausstellung des Rieser Bauernmuseums vermitteln einen authentischen Blick auf die nordschwäbische Kulturlandschaft in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Noch darüber hinaus geht der umfangreiche Bildband: Eine Fundgrube für alle, die an regionaler Baugeschichte interesiert sind.

Bild: G. Neumeyer

 Ausstellung zur Buchpräsentation
Bild: G. Neumeyer

Ausstellung zur Buchpräsentation
Bild: G. Neumeyer

Ausstellung zur Buchpräsentation
Bild: G. Neumeyer

Danke an Frau Neumeyer für die Fotos!

(gne). Mit ihrem Bildband "Nordschwaben in alten Ansichten - Fotografische Dokumentation einer Kulturlandschaft 1924--. 1938" möchten der Autor Erich Hofgärtner und der Verleger Dr. Rudolf Wittmann die regionale Baugeschichte unserer Kulturlandschaft dokumentieren, wie sie sich in der Zeit zwischen den Weltkriegen dargestellt hat. Im Rieser Bauemmuseum in Maihingen stellten sie einem interessierten Publikum den Fotoband an lässlich der Eröffnung der gleichnamigen Sonderausstellung vor.

Nach der musikalischen Einstimmung  durch die Hofmarkmusik Gempfing begrüßte Museumsleiterin Dr. Ruth Killian dazu zahlreiche Ehrengäste. Sie betonte den besonderen Wert historischer Fotografien als bedeutende sozialgeschichtliche Quellen. Anschaulich erklärte sie, wie aufwändig das Fotografieren für den Leiter des Landbauamtes Donauwörth, Hans Lippert, mittels einer Reise­Plattenkamera 13 auf 18 Zentimeter damals gewesen war. "Fotografien erscheinen als objektive Abbilder der Realität, doch kommt es auch dabei immer auf den Blickwinkel, die Intention des Fotografen an", stellte sie fest. Dem Autor Erich Hofgärtner sei mit seinem Buch bestens gelungen, die Intention von Hans Lippert nachzuvollziehen, die Schönheiten einer einfachen, regionalen Architektur als beispielhaft festzuhalten mit dem Ziel die ländliche Baukultur daraus weiterzuentwickeln.

Authentischer Blick

"Auch wenn die Aufnahmen administrativer Herkunft sind, werden sie beim Betrachten schnell feststellen, dass sie einen unverstelIten, authentischen Blick auf die nordschwäbische Kulturlandschaft ihrer Zeit geben", waren Erich Hofgärtner und Rudolf Wittmann von der Qualität der Aufnahmen Lipperts begeistert. Die Ziele Lipperts "unwiederbringliches Gut unserer Heimat" zu erhalten, seien auch heute noch aktuell. Sowohl Ausstellung als auch Fotoband vermittelten einen Eindruck von der Sammlung - insgesamt rund 2500 Einzelbilder - als Ganzes. Allerdings hätten sie überwiegend Motive gewählt, die heute nicht mehr existierten und dabei einen Schwerpunkt auf das Bauen im ländlichen Raum gelegt. So zeigen Buch und Ausstellung neben Städten und Märkten, Kirchen, Burgen und Schlössern vor allem die typischen Bauernhäuser aus den vier Altlandkreisen Dillingen, Nördlingen, Donauwörth und Neuburg a. d. Donau. "Gerade im Hinblick auf das ländliche Bauen eine vielgestaltige und differenzierte Region", so Hofgärtner.

Rudolf Wittmann freute sich, mit dem bekannten Filmemacher Dieter Wieland einen Gastredner gewonnen zu haben, der sich selbst der "Topographie zu deutsch Ortsbeschreibung" und dem Erhalt der ursprünglichen Gebäude und Landschaften verschrieben habe. Wieland sei nicht nur Vorführer von Bildern, sondern Vordenker und Impulsgeber für Erkenntnisprozesse, die auch zur Entstehung des Buches beigetragen hätten.

Revolutionäre Ideen

Dieter Wieland rückte die Person Hans Lipperts als einen "bayerischen Beamten mit revolutionären Ideen" in den Mittelpunkt seiner Rede. "Auf dem Weg von München nach Maihingen wäre Lippert spätestens in Donauwörth ins Koma gefallen", bezog Wieland kritisch gegen die Zersiedelung der Landschaft und gegen etliche aktuelle Bausünden Stellung. Er betonte das Engagement des Oberregierungsbaurates für Landschaftsschutz, Heimatpflege und den Erhalt historischer Bauten. "Lippert führte schon damals mit viel Idealismus einen Kampf gegen die Verhässlichung, gegen Zerstörung und für Bewahrung von Bewährtem und für Qualität."

Nach diesem flammenden Appell für ein Umdenken in der Architektur führten die großformatigen Aufnahmen der Ausstellung den begeisterten Betrachtern eine fremde und doch so nahe Welt vor Augen. Typische schlichte Bauernhäuser, Szenen bäuerlichen Lebens, Dorf- und Stadtansichten, die noch bis nach dem Krieg die Ortsbilder geprägt hatten bevor sie den modernen Ansprüchen und der Abrissbirne zum Opfer gefallen waren.

info Die Ausstellung ist bis 14. Mai täglich. außer Montag und Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Der umfangreiche Bildband
zum Preis von 20 Euro
eröffnet darüber hinaus weitere Einblicke und ist eine Fundgrube für alle, die an regionaler Baugeschichte interessiert sind.
ISBN 3-9806201-1-5.

 

Rieser Nachrichten vom 3.April 2006

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Denkmalpflege heute :

Wohnhausneubau

Wohnhausneubau

Haustuere

Auszeichnung

Auszeichnung

Vorbilder zur Nachahmung empfohlen

Von unserem Redaktionsmitglied Margot Sylvia Ruf

Dillingen/Lutzingen

Vorbildliche Initiativen in der Denkmalpflege mit Urkunden zu honorieren sei mehr als nur Pflichtgefühl des Landkreises, erklärte Landrat Leo Schrell bei einer Feierstunde im Bürgerhaus Lutzingen. 49 Objekte, darunter private Häuser, Kirchen, Kapellen, Brunnen und Plätze, Feldkreuze und Bildstöcke, Türme und Vereinsheime waren unter den ausgezeichneten Objekten.

Dass die Heimat liebenswert bleibe, dafür könnten nicht Behörden, Kirchen und Landkreise allein sorgen, sagte der Landkreischef. Es seien vielmehr verstärkt die Bürger, die mit ihrer privaten Denkmalpflege und ihrem Gefühl für Geschichte und Kultur einen wesentlichen Beitrag leisten, so Schrell. Der Wettbewerb, der zum 26. Mal durchgeführt wurde, habe in den Jahren von 1979 bis 2005 908 Objekte bedacht. Insgesamt seien laut Landkreischef 64 308 Euro an Prämien ausgeschüttet worden. Die Aktion des Landkreises bedenke anerkennenswerte Beispiele der Denkmal- und Ortsbildpflege und wolle zur Nachahmung anregen, stellte der Landrat fest.

Für die Feier hatte Bürgermeister Michael Waldenmayer gerne das Bürgerhaus in Lutzingen zur Verfügung gestellt, das ebenfalls zur Liste der Objekte gehörte, die dem Landkreis eine Anerkennungsurkunde wert waren. Musiker der Musikkapelle Lutzingen umrahmten die Veranstaltung unter der Stabführung von Eugen Götz.

Herausragende Objekte

Zu den herausragenden Objekten zählten im Rahmen des Denkmalpflegewettbewerbes unter anderem der sanierte ehemalige Reitstall der Schlossökonomie in Haunsheim genauso wie der wieder aufgebaute Geigerturm in Höchstädt, der teilweise eingestürzt war. Auch die Renovierung des Höchstädter Schlosses und des ehemaligen Salzstadels in Lauingen zählten zu den besonders bewerteten Projekten. Anerkennungsurkunden gab es außerdem für den Umbau und die Sanierung des ehemaligen Benefiziatenhauses in Lauingen und des Klosterbräu-Gebäudes in Unterliezheim. Bürgermeister und Privatleute aber auch kirchliche Kreise, Vereine und Banken wurden für ihre Aktivitäten oder ihr Mäzenatentum gelobt. Landrat Schrell dankte bei der Feier besonders Klaus Hille aus Haunsheim, der die Objekte fotografiert hatte.

Donau-Zeitung vom 30.11.2005 http://www.donau-zeitung.de

 

Kreisanzeiger

Prämierte häuser des landkreises Dillingen 2005

 

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