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Auch ohne Kabel auf die
Datenautobahn
Oberndorf/Niederschönenfeld
(arh).
Fast ganz Deutschland surft mit
DSL. Trotz allem Drängen der Bürger gibt es im ländlichen Raum und damit auch
im Altkreis Donauwörth sowie Lechgebiet aber noch weiße Flecken - sprich keine
Anbindungen an die Daten-Autobahn. Grund dafür sind oft zu lange Kabelwege
auf den Telefonleitungen der Deutschen Telekom. Über dieses Problem in Otting
und Wolferstadt berichtete die DZ bereits. Doch es gibt Möglichkeiten der
Internetversorgung ohne Telefonkabel. Oberndorf, Feldheim und Münster
profitieren bereits von dieser Lösung.
Über drei Jahre bemühten sich
Haushalte, Betriebe und besonders Bürgermeister Peter Mahl sowie
Elektrotechniker Martin Stegmair in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgemeinschaft
Rain um das schnelle Internet für Niederschönenfeld - doch alle Vorstöße bei
der Telekom waren fruchtlos, weil der Leitungsweg nach Rain zu weit war. Ab
dem 5. Januar 2006 ging es rasend schnell: man war auf Matthias und Andreas
Korber aus Oberndorf und deren junges Unternehmen DSLmobil aufmerksam
geworden und lud zum Informationsabend in das Bürgerhaus.
Seit April können die
Niederschönenfelder bereits mit DSL-Geschwindigkeit surfen. Doch
Niederschönenfeld ist kein Einzelfall. Auch Oberndorf und Münster haben
größtenteils keine oder nur eine "Light"-Anbindung und wurden daher
ausgebaut. DSLmobil zählt in seinen drei Funknetzen zwischenzeitlich über 200
Haushalte und Firmen zu seinen Kunden: Begonnen wurde im Heimatort Oberndorf
vor etwa einem Jahr, im Sommer wurde Münster erschlossen.
Mittlerweile können in diesen
Ortschaften nahezu 100 Prozent der ansässigen Bürger erreicht werden können
und seit kurzem kann auch der nördliche Teil von Rain versorgt werden.
Die Idee ist einfach: von einem
Standort mit SDSL-, DSL- oder Standleitungs-Anbindung wird eine
verschlüsselte Funkstrecke zum Zielort auf-gebaut. "Wir verteilen ein
Funk-Netzwerk über die Ortschaft ähnlich einem Netzwerk im Büro",
erklärt Matthias Korber, der die Firma mit seinem Bruder Andreas aufbaut.
Hohe Gebäude werden genutzt, um die Orte untereinander zu verbinden. Die
Strahlung dieser Sendeanlagen liegt allenfalls bei zwei Prozent von
Handy-Sendern. Im angeschlossenen Haus ist ein Empfänger nötig, der eine
Funkverbindung zu einem Verteilungspunkt in der Ortschaft aufbaut. Auch diese
Verbindung erfolgt verschlüsselt, so dass sich die Nutzer keine Sorgen um die
Sicherheit ihrer Daten machen müssen. Das Gerät wird angeschlossen und die
DSL-Verbindung steht - ohne zusätzliche Software ist die Nutzung
plattformunabhängig möglich (Windows, Linux, Xbox).
Und die Entwicklung geht bereits
weiter. Es werden nicht nur weitere Orts-Versorgungen in Zusammenarbeit mit
den Gemeinden geplant - parallel läuft ein erster Test für Internet-Telefonie
(VoIP). Dann könnten sich die Kunden sogar den Telefonanschluss sparen.
Vergangenheit sind jetzt schon "Interessen-Kollisionen" in
Mehrpersonenhaushalte: Im Gegensatz zum Surfen über Modem oder ISDN blockiert
DSLmobil die Telefonleitung nicht mehr. Im Gegenteil, am Empfangsgerät können
bis zu fünf netzwerkfähige Geräte direkt angeschlossen werden (weitere über
Adapter).
Für die Gemeinde
Niederschönenfeld hat die Medaille "DSLmobil" neben der schnellen
Anbindung eine zweite gute Seite: es war nur geringe logistische
Unterstützung nötig, aber keinerlei finanzieller Zuschuss. "Wir möchten
unseren Kunden in der ländlichen Gegend einen Internetzugang bieten, der in
Punkto Geschwindigkeit und Preis einem Zugang in der Stadt in nichts
nachsteht. Als Bonus erhalten unsere Kunden einen völlig eigenständigen
Internetanschluss, für den ein Telefonanschluss grundsätzlich nicht nötig
ist. Das ist gerade für kleine Haushalte, die ihre Kommunikation
hauptsächlich übers Handy führen, sehr interessant - der Festnetzanschluss
fällt einfach weg! Davon kann man in der Stadt momentan noch träumen?",
so Firmeninhaber Matthias Korber.

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ZIMT arbeitet für Internet-Zugang "On Air"
Dillingen (pm).
Gleich doppelten Grund zur Freude gab es während der jüngsten
Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins "Zentrum für interaktive Medien
und Telekommunikation" - kurz "ZIMT e.V.".
Zum einen konnte die Vorstandschaft, die bei den gleichzeitig durchgeführten
Neuwahlen ausnahmslos in ihren Ämtern bestätigt wurde, auf ein erfolgreiches,
wiederum von zahlreichen Aktivitäten und Schulungsmaßnahmen geprägtes
Vereinsjahr zurückblicken. Zum anderen durfte der Vereinsvorstand gleichzeitig
aus den Händen seines Schatzmeisters Sparkassendirektor Joseph Silberhorn eine
großzügige Spende von 6000 Euro entgegennehmen. Die Spende der Sparkasse soll
u.a. dabei mithelfen, die in einigen Regionen unseres Landkreises nach wie vor
bestehenden Lücken bei der Internetanbindung per DSL zu schließen.
Möglich gemacht werden soll dies durch die Anbindung mittels
Breitband-Internetzugängen (InternetOnAir) über WLAN (Wireless LAN) per Funk.
Über die Firma ZIMT GmbH in Zusammenarbeit mit dem Bürgernetz Dillingen und dem
Trägerverein ZIMT e.V. soll dabei auch für die Gemeinden und Ortsteile im
Landkreis Dillingen die Möglichkeit eines schnellen Internet-Zugangs per Funk
geschaffen werden, denen bisher aufgrund von Kosten-/Nutzenerwägungen der
Deutschen Telekom ein Anschluss zur Datenautobahn per DSL-Anschluss und damit
ein schneller Zugang ins Internet verwehrt blieb.
Um die Möglichkeit des "Internet-Zugangs On Air" für jeweilige Interessenten
auch zu attraktiven Konditionen, d.h. überschaubaren einmaligen
Anschlussgebühren und konkurrenzfähigem monatlichen Nutzungsentgelt anbieten zu
können, sind umfangreiche Vorleistungen und Investitionen erforderlich, die u.a.
mit dieser Sparkassenspende aufgebracht werden sollen. Um auch langfristig einen
kostendeckenden Betrieb gewährleisten zu können ist darüber hinaus aber auf
jeden Fall zusätzlich eine Mindestteilnehmerzahl im jeweiligen Anschlussgebiet
erforderlich.
Wie Sparkassenchef Joseph Silberhorn hierzu weiter ausführt, will die
Sparkasse getreu ihrem Motto "Sparkasse. Gut für die Region.", durch ihre Spende
mit dazu beitragen, dass der Landkreis Dillingen allen Bürgerinnen und Bürgern
sowie der heimischen Wirtschaft - unabhängig vom jeweiligen Wohn- bzw. Standort
- auch auf im Bereich der elektronischen Medien und der Telekommunikation gute
Zugangsvoraussetzungen bieten kann.
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