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... keine Möglichkeit für DSL

Artikel aus der Donauwoerther Zeitung vom 13.11.2006
http://www.donauwoerther-zeitung.de/

Auch ohne Kabel auf die Datenautobahn

Oberndorf/Niederschönenfeld (arh).

Fast ganz Deutschland surft mit DSL. Trotz allem Drängen der Bürger gibt es im ländlichen Raum und damit auch im Altkreis Donauwörth sowie Lechgebiet aber noch weiße Flecken - sprich keine Anbindungen an die Daten-Autobahn. Grund dafür sind oft zu lange Kabelwege auf den Telefonleitungen der Deutschen Telekom. Über dieses Problem in Otting und Wolferstadt berichtete die DZ bereits. Doch es gibt Möglichkeiten der Internetversorgung ohne Telefonkabel. Oberndorf, Feldheim und Münster profitieren bereits von dieser Lösung.

Über drei Jahre bemühten sich Haushalte, Betriebe und besonders Bürgermeister Peter Mahl sowie Elektrotechniker Martin Stegmair in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgemeinschaft Rain um das schnelle Internet für Niederschönenfeld - doch alle Vorstöße bei der Telekom waren fruchtlos, weil der Leitungsweg nach Rain zu weit war. Ab dem 5. Januar 2006 ging es rasend schnell: man war auf Matthias und Andreas Korber aus Oberndorf und deren junges Unternehmen DSLmobil aufmerksam geworden und lud zum Informationsabend in das Bürgerhaus.

Seit April können die Niederschönenfelder bereits mit DSL-Geschwindigkeit surfen. Doch Niederschönenfeld ist kein Einzelfall. Auch Oberndorf und Münster haben größtenteils keine oder nur eine "Light"-Anbindung und wurden daher ausgebaut. DSLmobil zählt in seinen drei Funknetzen zwischenzeitlich über 200 Haushalte und Firmen zu seinen Kunden: Begonnen wurde im Heimatort Oberndorf vor etwa einem Jahr, im Sommer wurde Münster erschlossen.

Mittlerweile können in diesen Ortschaften nahezu 100 Prozent der ansässigen Bürger erreicht werden können und seit kurzem kann auch der nördliche Teil von Rain versorgt werden.

Die Idee ist einfach: von einem Standort mit SDSL-, DSL- oder Standleitungs-Anbindung wird eine verschlüsselte Funkstrecke zum Zielort auf-gebaut. "Wir verteilen ein Funk-Netzwerk über die Ortschaft ähnlich einem Netzwerk im Büro", erklärt Matthias Korber, der die Firma mit seinem Bruder Andreas aufbaut. Hohe Gebäude werden genutzt, um die Orte untereinander zu verbinden. Die Strahlung dieser Sendeanlagen liegt allenfalls bei zwei Prozent von Handy-Sendern. Im angeschlossenen Haus ist ein Empfänger nötig, der eine Funkverbindung zu einem Verteilungspunkt in der Ortschaft aufbaut. Auch diese Verbindung erfolgt verschlüsselt, so dass sich die Nutzer keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten machen müssen. Das Gerät wird angeschlossen und die DSL-Verbindung steht - ohne zusätzliche Software ist die Nutzung plattformunabhängig möglich (Windows, Linux, Xbox).

Und die Entwicklung geht bereits weiter. Es werden nicht nur weitere Orts-Versorgungen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden geplant - parallel läuft ein erster Test für Internet-Telefonie (VoIP). Dann könnten sich die Kunden sogar den Telefonanschluss sparen. Vergangenheit sind jetzt schon "Interessen-Kollisionen" in Mehrpersonenhaushalte: Im Gegensatz zum Surfen über Modem oder ISDN blockiert DSLmobil die Telefonleitung nicht mehr. Im Gegenteil, am Empfangsgerät können bis zu fünf netzwerkfähige Geräte direkt angeschlossen werden (weitere über Adapter).

Für die Gemeinde Niederschönenfeld hat die Medaille "DSLmobil" neben der schnellen Anbindung eine zweite gute Seite: es war nur geringe logistische Unterstützung nötig, aber keinerlei finanzieller Zuschuss. "Wir möchten unseren Kunden in der ländlichen Gegend einen Internetzugang bieten, der in Punkto Geschwindigkeit und Preis einem Zugang in der Stadt in nichts nachsteht. Als Bonus erhalten unsere Kunden einen völlig eigenständigen Internetanschluss, für den ein Telefonanschluss grundsätzlich nicht nötig ist. Das ist gerade für kleine Haushalte, die ihre Kommunikation hauptsächlich übers Handy führen, sehr interessant - der Festnetzanschluss fällt einfach weg! Davon kann man in der Stadt momentan noch träumen?", so Firmeninhaber Matthias Korber.

ZIMT arbeitet für Internet-Zugang "On Air"

Dillingen (pm).

Gleich doppelten Grund zur Freude gab es während der jüngsten Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins "Zentrum für interaktive Medien und Telekommunikation" - kurz "ZIMT e.V.".

Zum einen konnte die Vorstandschaft, die bei den gleichzeitig durchgeführten Neuwahlen ausnahmslos in ihren Ämtern bestätigt wurde, auf ein erfolgreiches, wiederum von zahlreichen Aktivitäten und Schulungsmaßnahmen geprägtes Vereinsjahr zurückblicken. Zum anderen durfte der Vereinsvorstand gleichzeitig aus den Händen seines Schatzmeisters Sparkassendirektor Joseph Silberhorn eine großzügige Spende von 6000 Euro entgegennehmen. Die Spende der Sparkasse soll u.a. dabei mithelfen, die in einigen Regionen unseres Landkreises nach wie vor bestehenden Lücken bei der Internetanbindung per DSL zu schließen.

Möglich gemacht werden soll dies durch die Anbindung mittels Breitband-Internetzugängen (InternetOnAir) über WLAN (Wireless LAN) per Funk. Über die Firma ZIMT GmbH in Zusammenarbeit mit dem Bürgernetz Dillingen und dem Trägerverein ZIMT e.V. soll dabei auch für die Gemeinden und Ortsteile im Landkreis Dillingen die Möglichkeit eines schnellen Internet-Zugangs per Funk geschaffen werden, denen bisher aufgrund von Kosten-/Nutzenerwägungen der Deutschen Telekom ein Anschluss zur Datenautobahn per DSL-Anschluss und damit ein schneller Zugang ins Internet verwehrt blieb.

Um die Möglichkeit des "Internet-Zugangs On Air" für jeweilige Interessenten auch zu attraktiven Konditionen, d.h. überschaubaren einmaligen Anschlussgebühren und konkurrenzfähigem monatlichen Nutzungsentgelt anbieten zu können, sind umfangreiche Vorleistungen und Investitionen erforderlich, die u.a. mit dieser Sparkassenspende aufgebracht werden sollen. Um auch langfristig einen kostendeckenden Betrieb gewährleisten zu können ist darüber hinaus aber auf jeden Fall zusätzlich eine Mindestteilnehmerzahl im jeweiligen Anschlussgebiet erforderlich.

Wie Sparkassenchef Joseph Silberhorn hierzu weiter ausführt, will die Sparkasse getreu ihrem Motto "Sparkasse. Gut für die Region.", durch ihre Spende mit dazu beitragen, dass der Landkreis Dillingen allen Bürgerinnen und Bürgern sowie der heimischen Wirtschaft - unabhängig vom jeweiligen Wohn- bzw. Standort - auch auf im Bereich der elektronischen Medien und der Telekommunikation gute Zugangsvoraussetzungen bieten kann.



 

 http://www.donau-zeitung.de         Donau-Zeitung vom 22.12.2006

http://dsl.oberringingen.de/