|

Alphorntreffen 2010 am Altmühlsee (Foto: Steinheimer und Holzheimer AlphornbläserInnen)
www.donau-zeitung.de vom 06.09.2010
Presseartikel vom 09.08.2009 Donau-Zeitung http://www.donau-zeitung.de
Ein Alphorn-Choral und Fetziges von der Frauentruppe
Holzheim Kaspar Wagner rückt das Alphorn im Gras ein paar Zentimeter nach
rechts. „Kommt so weit vor, dass ihr gerade stehen könnt“, dirigiert der Leiter
der Holzheimer Alphornbläser seine neun Musiker. Einer von ihnen zupft noch
schnell die schwarzen Kordelenden am Kragen seines Trachtenhemds gerade. Zum
Auftakt des ersten Holzheimer Alphornbläsertreffens soll alles perfekt sein.
„Angespannt bin ich schon, aber nicht aufgeregt“, scherzt Wagner, kurz bevor die
Bläsergruppe am gestrigen Sonntag eine seiner Kompositionen zum Besten gibt.
Langsame, getragenen Melodien tönen aus den hölzernen Hörnern, im Publikum
kehrt Ruhe ein. Die etwa 400 Gäste, die am Sebastiansberg gemütlich auf
Bierbänken zusammensitzen, lauschen dem Chor.
Ein paar Musiker in Lederhosen, waldgrünen Lodenwesten und Trachtenhüten mit
Gamsbart stehen im Schatten unter einem Baum. Sie sind der Einladung des
Organisators Adolf Dürndorfer, der die Holzheimer Alphornbläsergruppe gegründet
hat, gerne gefolgt. Der Leiter der Wilhelmsdorfer Gruppe, Helmut Riedinger,
sagt, warum: „Hier kann man neue Stücke und vor allem andere Alphornbläser
kennenlernen.“ Fast zwei Stunden mussten er und seine Kollegen vom Bodensee
anreisen.
Eine fast ebenso lange Anfahrt hatte auch der jüngste Musiker, Nick Häusler.
Noch etwas müde von zehn Tagen Ferienlager sitzt er am Tisch seiner Mitstreiter
von den Stauferländer Alphornbläsern. Wenn sie auftreten, sei Nick immer der
Star, erzählt Leiter Harry Schmidt.
Die siebenköpfige Gruppe spielt hauptsächlich schweizerische Stücke auf
Ges-gestimmten Hörner. „Deshalb sind unsere Alphörner etwas kürzer als die der
anderen.“
Nicht nur Nick und die kleineren Hörner fallen auf, sondern vor allem auch
die einzige, reine Frauengruppe. Eine von ihnen ist Johanna Kölz. „Männer dürfen
bei uns nicht mitmachen“, sagt sie mit einem charmanten Lachen. Sonst wären die
„Steinheimer Mädla“, wie sie oft liebevoll genannt werden, ja nichts Besonderes
mehr. Während die meisten der zwölf Gruppen traditionelle Stücke in langen,
warmen Tönen spielen, gratulieren die vier Alphornbläserinnen mit schnelleren
Liedern wie dem „Poison Swing“.
Alles Gute wünschen auch Alois Schuster, der das Treffen im Rahmen des
Bergfestes des Kleintierzüchtervereins mit ausrichtete, und Bürgermeister Erhard
Friegel: „Das Alphornbläsertreffen ist eine ganz tolle Sache, etwas
Besonderes.“
Besonders ist vor allem der abschließende Chor aller rund 70 Musiker. Denn
das gab es in der Aschberggemeinde noch nie. Viele der begeisterten Zuhörer
fotografieren die lange Reihe der Bläser, die am Hang des Sebastiansbergs
gemeinsam den „Alphorn Choral“, „Dank“ und „Bim Wägchürz“ anstimmen.






Donau-Zeitung vom 09.08.2009 http://www.donau-zeitung.de
zur Webseite der Alphornbläserinnen: www.alphornblaeserinnen.de
|