Du a kloines
Weizenkörnlein nei end Erde legsch, iatz kein Einfluß Du mea hosch auf des.
Nur glauben kansch und hoffen und
vertrauen. So gschenkt isch uns des Leben
von oim dem Du des Wichtigschte bisch
von DEM der Di so ganz wunderbar hot
geschaffen.
Der rechte Boden,
a Sonna onds Liacht drzua, a Wärme, ond zor rechta Zeit an Regen ond des Wunder geschied iatz - ma kond
moina - ganz von selber. Du wirsch groß ond gehsch Dein Weg
Geborgenheit ond Fürsorge, Liebe, Nähe
ond Beistand begleiten Dich.
Und des Pflänzle
des wagst ond wird groß, stod em großa Weizenfeld. o Dischla unds Unkraut wagsat a weng mit en dem Feld. Du
stosch mit zwoi Fiaß im Leben, in der Welt. Vieles isch 0 om Di rom, des Dir Dein Weg versperra ka, ond Ebbes, des Dir die rechte
Sicht of Deim Weg nehma ka.
Du mußt guga das Du gradlinig weiter
gosch en Deinem Leben.
Sei auf der Hut und entscheide weise -
zwischa dem was Dich weiter bringt ond dem was Dein Wachstum hindert.
Des Weizenkörnlein
iatzt scho zu am Helmle wora isch weiter braucht es Kraft und Nahrung zum
Gedeihen, an Dünger halt - Nährstoffe dia des Wachsen fördern.' Halt a weng inne,
find a Einkehr, find a Ruha.
Besinn Di of Deim Weg, hetz net so
durchs Leben. Hab a weng Zeit fr Dein Herrgott, gib
ebbl wieder a Stündle ihm, schenk dem Menschen neben Dir des rechte Wort zur
rechten Zeit, denn nur so finden Deine Wurzeln Kraft ond Halt im Sturm.
Des Wetter isch net ebbl gleich und dem
Weizenhelmle net immer recht, dia Sonn kann so richtig ra brenna ganz
erbärmlich.
Des Helmle lechtst aso, ond regnen
will' s glei gar net. I denk so wird's 0 Dir a mol erganga of Deim Lebensweg, hoiß kanns werda ond dia Sonn
brennt Dir en Dei Gesicht aber Du findsch die Kraft, Du hosch die Ausdauer
weiter gosch Du Deinen Weg.
Die elendiga Durststreck dia got 0 bei Dir vorbei.
Des Weizenhelmle
isch weiter gwagsa a ganzes Stück, es stod em Feld recht schön ond still. Du kannsch ga net guga wie schnell,
heit ziagt a Gwittr auf, a ganz a Schlimmes. Der Sturm der beidlt des
Weizenheirnie omanand
des woiß gar net wia ihm gschied, es
droht zorn knicka zorn zerbrecha. Aber 0 des zieht vorbei, des wilde Weddr. Gott lob - gefestigt en seine Wurzla
richt se des Weizenheirnie wieder auf.
Du stosch mitten en Deim Leben, hosch
des fest, wia Du moinsch, en Deiner Hand. Hosch große Pläne, schaffsch ond
sorgsch ond machsch ond du asch ond nocht kommt ganz unverhofft die
Katastroph, des Unglück, so a Not. Du stosch do - und frogsch ond
haderscht "Warum" und "Wieso". A Zeit verstreicht - ond Du fangschde
wieder. Du stehsch auf und gehsch weiter Deinen
Weg Denn Kraft und Glauben steckt in Dir. Deine Wurzeln halten Dich.
Die Sonna brennt
ra ond des Weizenhelmle des wird reif. Die Ähra stond em volla Korn - es gibt
an guten Ertrag. Des Leben hot gnomma sein Lauf. Vieles hosch Du erlebt Schweres und
Schönes. Vieles hosch Du erreicht und geschaffa. Viel an Liebe und Fürsorge und
Verständnis hosch Du verschenkt. Vieles war Dir geglückt und manches möchscht
Du no richta. Danken, und jemand um Verzeihung bitten,
ebbr no ebbes saga des willscht Du no
doa.
Dir ist bewußt ALLES kann nur endlich
sein.
Und wenn die Zeit
erfüllt isch ond des Weizenhelmle reif isch nocht stod d Ährad a. Den
Zeitpunkt, os bestimmat den net.
Der Bauer mäht sei Weizenfeld ond des
Weizenhelmle des mäht er ab. Alles hat seine Zeit und seine Stund
sähen und ernten
geboren werden und Sterben Dein Leben
ist vollbracht
Du stirbst und alles was war vergeht -
So scheint es zumindest. Du kehrsch zurück zu DEM von DEM Du kammst.
Des Weizenhelmle
des isch vergangen.
Aber es lebt neu weiter en dene viele
Weizenkörnlein die es hervorbrocht hot. Begreife - und nimm es an in Freude. Nichts von Dir, von dem was war, wird
verloren sein. Neues Leben ist Dir geschenkt.
Du bist gestorben und gleichzeitig
hinein geboren in ein neues ewiges Leben. Es ist nicht zu begreifen, nicht zu
erklären - nur zu glauben.
Auferstehung - Leben in Fülle ist Dir
geschenkt
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