|
Folgend ist die
Uebersetzung von Annelore eines Zeitungsartikel "Tales from the Kohlrabi
Patch"
Press/Argus
Ein woechentlicher
Beitrag von Zeitungsartikelschreiber Carl Welser, Staat Michigan, USA
Geschichten vom
Kohlraben Beet -- 1. Maerz, 2004
Suche nach Ahnen
Ahnen durch
vergessene Generationen zurueckzuforschen ist ein aufregendes Abenteuer. Manche Menschen haben Hoffnungen,
fantastische Entdeckungen zu machen.
Einen
genealogischen Safari in ein altes Land von langen Zeiten her, gleicht sich
einem Vorhang zur Seite geschoben, um einen Blick in die Vergangenheit zu
bekommen.
Aber hier sind die
Hindernisse:
Man ist der
Meinung, man soll Vorfahren nicht zu gruendlich nachforschen -- nicht zu weit
zurueck. Traeume, ueber Koenige und
grossen Reichtum in seiner Ahnenreihe zu finden, kommen selten zustande.
Wie kann man
voraussehen, dass man anstatt einen Beweis zu finden, man findet in den
Ahnenfamilien einen ueberraschend kurzen Zeitraum zwischen Hochzeitsdaten und
die Geburt erster Kinder. Es ist zu erwaehnen,
dass die Moeglichkeit besteht, ab und zu auf einen Pferdedieb zu stossen, der
wegen seiner Tat aufgehaengt wurde.
Laenger as ich
mich erinnern moechte, war unserer Familie auf ihren Namen stolz, da er dem
Namen der beruehmten Familie der bayrischen Stadt Augsburg in den 1500 Jahren
gleicht. Das Haus von Welser war eine
reiche Bankfamilie. Diese hat dem
Kaiser Karl V Geld geliehen. Der Kaiser
uebergab ihnen die Schenkungsurkunde zu Venezuela als Tausch fuer das Darlehn.
In muesigen
Stunden ist es mir durch den Kopf gegangen, Venezuela zu ueberfallen um es
meiner Familie zurueckzuholen.
Ich bin
persoenlich in der Philippine Welser Strasse mitte Augsburg spazieren
gegangen. Wir hatten einmal in einem
Restaurant im Freien auf der Strasse zu Mittag gegessen. Ich habe mir schon vorgestellt, in den alten
Kirchenbuecher nachzuforschen, um endlich zu bestaetigen, dass wir verwandt
sind.
Ich habe sogar
eine Notiz auf meine Visitenkarte geschrieben and habe diese in die Tuer von
einem anderen beruehmten Restaurant gesteckt
- die Welser Kueche - etwas weiter entfernt. In meinem besten gebrochenen deutsch habe ich geschrieben: "Wir sind gekommen. Ihr seid nicht hier gewesen. Es tut mir leid, dass wir uns nicht
getroffen haben."
Man hat mir nicht
geantwortet. Und wir blieben immer noch
im Unklaren, ob nicht doch ein ferner Vetter dieses Restaurant besitzt.
So war es - bis
vor zwei Wochen. Ploetzlich hat sich
alles geaendert!
Etliche Jahre lang
hat mein Bruder Dave sich ernstlich mit mehreren Ahnenforschungs-Webseiten im
Internet beschaeftigt. Und endlich hat
er einen grosses Fang gemacht!
Ein feiner Mensch,
der Manfred heisst, hat den Familiennamen erkannt. Er weiss mehr ueber unsere Ahnen als wir.
Auf Grund eines
schnellen Email-Wechsels koennen wir nun unsere Ahnen bis in die 1600-Jahren
zurueckfuehren. Die Dateien waren immer
zur Hand. Aber nicht in Augsburg. Und sie haben keine Verbindung mit der
beruehmten Bankfamilie mit dem gleichen Namen.
Jahrelang wussten
wir, dass unser Urgrossvater Matthaeus -- oder Mathias, oder Matthew, Ihre Wahl
-- und drei seiner Geschwister sich zusammengetan haben, ihr Habe gesammelt und
sich auf den Weg nach Hamburg in Norddeutschland gemacht. Dort sind sie auf ein gutes Schiff
"Copernicus" und sind nach New York gesegelt.
Irgendwie sind sie
nach Michigan gekommen. Aber sie haben
nie viel ueber diese Reise geschrieben. Vielleicht waren sie fast die ganze
Zeit seekrank und wollten sich nicht mehr daran erinnern.
Matthew Welsers
Grabstein zeigt an, dass er in Oberlum, Bayern, am 29. April, 1831 geboren
ist. Er ist im Jahr 1855 nach Amerika
ausgewandert, heiratete Sophia Stein von Sachsen, hatte neun Kinder, und ist in
St. Clair, Michigan am 16. December 1893 gestorben.
Aber da ist kein
Oberlum in Bayern. Und das ist das
dunkle Loch wo die Rueckwaertsspur sich verlor.
Aber, Aha! Manfred
macht uns auf Oberringingen aufmerksam, das in der Naehe der Donau, ungefaehr
75 km [50 miles] nordwestlich von Augsburg liegt.
Kann man es jemand
uebel nehmen, den Namen des Platzes von dem sie herkamen, zu verkuerzen? Es war ihnen vielleicht zu viel, ihren neuen
amerikanischen Nachbarn beizubringen wie man Oberringingen ausspricht. So haben sie sich fuer Oberlum entschlossen.
Unser
neu-entdeckter Freund Manfred hat sich ueber statistische Urkunden des
nahegelegenen Ortes Unterringingen geworfen, wo die alte Gemeindekirche
liegt. Er schickt uns reichliche
Auskunft ueber die 4 jungen Menschen, die im Jahre 1855 "nach
Amerika" fortgezogen sind, sowie deren Ahnen.
Es kommt auf Ihre
Deutschkenntnisse an, ob sie erkennen, dass Oberringingen sich oben auf einem
kleinen Berg befindet. Unterringingen
ist unten am Berg, ungefaehr eine Meile entfernt.
Manfred nimmt an,
dass die Einwanderer bekannt gaben, dass sie von einer grossen Stadt, bei dem
Namen Augsburg, kamen, da ihre neue Nachbarn nie von Oberringingen etwas
wussten. Und es hat sie vielleicht auch
nicht interessiert.
Manfred hat uns
wissen lassen, dass wir nicht das Glueck haben zu einer wahrscheinlichen
Verbindung zu der reichen Bankfamilie in Augsburg. Die Tatsache ist, dass unsere Ahnen von Oesterreich nach
Oberringingen waehrend des 30-jaehrigen Krieges flohen. Und nun fuehrt es uns noch zu einem anderen
Land zurueck. Nun haben wir die
Gelegenheit noch weiterzuforschen.
Manfred wollte
auch wissen, ob wir ueber seine Ahnen Kenntnisse haben, die Oberringingen in
den Mitte-1800 Jahren verlassen haben.
Wir sind vielleicht mit Manfred auf diese Weise verwandt.
Bei der Durchsuche
im Telefonburch, bin ich auf eine Familie mit dem gleichen Namen in dem Moon
Shadows Bezirk in der Naehe von Hamburg [Michigan] gestossen. Ich habe diesen Mann angerufen. Er war vorsichtig. Oder konfus.
Es hat sich
entwickelt, dass er ein Chinese ist. Er
war ganz sicher, dass wir keine gemeinsame Ahnen in Deutschland haben. Wir haben beide gelacht. Das kommt vor, wenn man sich mit
Ahnenforschung beschaeftigt.
Inzwischen haben
wir ein Luftbild von Oberringingen von 1993 bekommen. Das ist nun mein screen saver [auf deutsch nicht uebersetzt] in
meinem Komputer. Es ist ein schoener,
kompakter kleiner Ort. Er besteht aus
drei Dutzend Haeuser - die meisten mit roten Ziegeldaecher, und viele von
diesen haben Staedel - in freiliegenden Felder eingebettet.
Manfred hat
sorgfaeltig das bestimmte Haus auf einem Foto von 1943 angezeigt, das die
Auswanderer verlassen hatten.
Wenn ich daechte,
dass jemand dazu geneigt waere, wuerde ich vorschlagen einen Hut herumzureichen
um ein Almosen zu bitten, um mich nach Bayern zu schicken, sodass diese Sache
sich endlich schliesst. Ich besitze
schon eine Lederhose.
Aber ich brauche
auch ein Tausend Dollar. Den Reichtum,
den wir von der reichen Bankfamilie erwarteten, ist in die Luft aufgegangen.
Gebt mir das
Geld. Ich werde Euch viele
Ansichtskarten mit einem Bericht von meinen Erfahrungen schicken.
|