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Fotos unserer Freunde in Übersee, die gerne in Kontakt zu ihrer Heimat bleiben
Auswanderer - Ausstellung in Nördlingen Die Ausstellung "Good Bye Bayern - Grüß Gott Amerika" war in der Alten Schranne in Nördlingen zu sehen. Dazu ist ein reich bebilderter Katalog (320 Seiten, 18 Euro) erschienen.
Im "gelobten Land" lösten sie oft gleich die RückfahrkarteVortrag zur Auswanderer - Ausstellung, die im Juni 2004 beginnt. (ade). Das Phänomen der Auswanderung wurde vom Bayrischen Haus der Geschichte in München zum Anlass genommen, eine Ausstellung mit rund 400 Exponaten zusammen zu stellen, die ab Juni in der Alten Schranne in Nördlingen zu sehen ist. Einen Ausblick darauf gab der Vortrag von Dr. Margot Hamm am Freitag im Nördlinger Stadtmuseum. Sehr anschaulich wurden die vielfältigen Beweggründe der bisher etwa sieben Millionen Auswanderer, davon rund eine Million aus Bayern, dargestellt. So zählen wirtschaftliche, soziale, religiöse und politische Gründe zu den Hauptmotiven. Es ist also wenig verwunderlich, wenn in den graphisch dargestellten wellenförmigen Bewegungen der Auswanderungskurve die Spitzen vor allem zu den Zeiten der Industrialisierung, der Weltwirtschaftskrise und des 2. Weltkrieges liegen. Doch nicht alle Menschen, die bereit waren zu gehen, kamen auch problemlos nach Amerika. Der Behördengang für den Erhalt der Ausreisegenehmigung war hier noch der einfachere Schritt. Eine größere Hürde war der Weg zu den Häfen wie Hamburg oder Rotterdam, der vor der Zeit der Eisenbahn zumeist noch zu Fuß zurückgelegt wurde. Auf den Schiffen selbst, Frachter, in die Schlafkabinen eingebaut worden waren, starben die Menschen nicht selten aufgrund des verunreinigten Wassers oder anderen katastrophaIen hygienischen Bedingungen. Die Länge der Reise von bis zu acht Wochen überforderte viele, selbst diejenigen, die auch die zahlreichen Schiffsunglücke überlebt haben und in Amerika, zumeist im Hafen von New York ankamen, waren nicht selten enttäuscht. Das pulsierende Leben in der Großstadt New York überforderte die Menschen, viele flohen zu Fuß in den Westen der Vereinigen Staaten von Amerika, andere rotteten sich in Gruppen zusammen, deren angestammte Stadtviertel auch heute noch erkennbar sind. Einige Enttäuschte verließen das gelobte Land gleich wieder in Richtung Heimat. Das wiederum war mindestens genauso schwierig wie die Ausreise, da mit dem Verlassen des Heimatlandes gleichzeitig die deutsche Staatsbürgerschaft verloren ging. Jedoch schafften es auch viele Auswanderer zum großen Glück in Amerika. Vor allem in den gefragten Berufen wie Metzger fanden viele eine Anstellung und manch einer brachte es vom Tellerwäscher zum Millionär, zum Beispiel der Erfinder der Levi Strauss Jeans. Der sehr interessante und mit vielen Bildern untermalte Vortrag enthielt auch einige kuriose Geschichten, wie die eines 13-Jährigen, der aufgrund seiner schlechten schulischen Leistungen heimlich nach Amerika auswanderte. Die dem Vortrag folgende Ausstellung vorn 25. Juni bis 7. November wird neben zahlreichen Bildern; Briefen und anderen Zeugnissen dieser Zeit auch den originalgetreuen Nachguss einer Glocke beinhalten, die Auswanderer in frühester Zeit mit nach Amerika nahmen. Rieser Nachrichten 25. Mai 2004
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